"air from another planet"

air from another planet

13.8.-9.9.2023

Ecke Galerie zeigte Arbeiten von Anja Güthoff, augsburg contemporary Werke von Reiner Heidorn

Anja Güthoff

Anja Güthoff bringt in ihren Arbeiten Dinge, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, in einen neuen Sinnzusammenhang und ordnet sie nach ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten. Wildes und Gezähmtes, Natur und Kultur, Malerei und Fotografie gehen dabei symbiotische Verbindungen ein. Zugleich haben Güthoffs Arbeiten stets etwas Prozesshaftes. Sie scheinen sich auszudehnen und weiterzuwachsen - wie die Natur, der zahlreiche Fundstücke entstammen. Von raumgreifenden überbordenden Installationen bis zu kleinsten Zusammenfügungen aus wenigen Fundstücken erschließen sich die Werke nicht auf einen Blick. Sie fordern vielmehr die Betrachtenden dazu auf, verschiedene Blickwinkel einzunehmen, um das Werk in seiner Vielschichtigkeit zu erschließen. Das Moment des Entdeckens spielt sowohl für die Betrachtenden als auch für die Künstlerin eine wesentliche Rolle, geht ihren Arbeiten doch das Suchen und Sammeln voraus.

Anja Güthoff (*1965) studierte an der Fachhochschule Augsburg mit dem Schwerpunkt Zeichnung. Sie wurde u.a. mit dem Kunstförderpreis „Bildende Kunst“ der Stadt Augsburg, dem Schwäbischen Kunstpreis und dem Kunstpreis „Bildende Kunst“ der Stadt Gersthofen ausgezeichnet. Anja Güthoff lebt und arbeitet in Augsburg.

Abb.: Anja Güthoff "Refugien", 2023, 12 Eingerichte im Glassturz

Reiner Heidorn

Reiner Heidorn thematisiert mit seinen überdimensionalen Gemälden das Verhältnis von Mensch und Natur. Seine Arbeiten entwickeln eine sogartige Wirkung und ermöglichen es den Betrachtenden, in sie einzutauchen. Mikroskopisch kleine Elemente, die an Luftblasen erinnern, finden sich in den mystischen Naturräumen ebenso wie gras- und moosartige Strukturen. Verschiedene Blau- und Grüntöne von Lindgrün bis Türkis wecken Assoziationen an Wälder, an Seen, an Unterwasserwelten. Heidorn hat als Autodidakt eine ganz eigene Maltechnik entwickelt und für seine Bilder den Begriff „Dissolutio“ geprägt, der so viel bedeutet wie Verschwinden. Die Arbeiten erhalten dadurch einen zusätzlichen Aktualitätsbezug: In Folge der klimatischen Veränderungen werden bestimmte Naturerfahrungen nicht mehr möglich sein, wird eine weitere Entfremdung des Menschen von seiner natürlichen Umgebung vorangetrieben.

Reiner Heidorn (*1966, lebt in Weilheim) ist Autodidakt und arbeitet mit dem Medium der Malerei. Seine Arbeiten wurden in verschiedenen deutschen Städten gezeigt und u.a. in Frankreich, Italien, in Brasilien und den USA. 

Abb.: Reiner Heidorn "the dream of the white trees", Öl auf Leinwand, 240 x 200 cm

© augsburg contemporary 2026. Alle Rechte vorbehalten. 

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