"VERTIEFUNGEN"

VERTIEFUNGEN

22.10.-18.11.2023

SAMMLUNG FINSTRAL zeigte Arbeiten von Ulrich Egger, augsburg contemporary Werke von Karen Irmer

Karen Irmer

Karen Irmer arbeitet in den Medien Fotografie und Video. Obgleich ihre Werke in der Tradition der Natur- und Landschaftsfotografie stehen, geht es der Künstlerin nicht um die Inszenierung konkreter Ausschnitte der Natur. Vielmehr zielt sie darauf ab, das Prozesshafte der sichtbaren Wirklichkeit erfahrbar zu machen und atmosphärische Stimmungen in ihren Arbeiten zu verdichten. Dabei lotet sie immer wieder das Verhältnis von Illusion und Wirklichkeit aus und hinterfragt traditionelle Perzeptionsmuster. Dieses Spiel mit der Wahrnehmung zeigen auch ihre Arbeiten aus der Serie „Dauerhaft flüchtig“, die während eines Stipendienaufenthalts im österreichischen Klagenfurt entstanden sind. An die Stelle einer eindeutigen Wahrnehmung des Dargestellten treten Unschärfe und Mehrdeutigkeiten. Bäume und ihre Spiegelbilder verbinden sich in den Fotoarbeiten zu einer kaum trennbaren Einheit und verhindern eine klare Standortbestimmung der Betrachtenden. Zusätzliche Irritationen erzeugt die glatte Oberfläche des Acrylglases, die die Umgebung des Bildes in die Fotografie integriert.

Karen Irmer (* 1974 in Friedberg, Bayern) studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Sean Scully. Ihre Arbeiten wurden u.a. in den Deichtorhallen in Hamburg, im Kunstverein in München sowie auf der VII Tashkent Biennale of Contemporary Art gezeigt. Karen Irmer lehrte an der Hochschule der Bildenden Künste (HBK) Braunschweig. Seit 2015 ist sie berufenes Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie.

Abb.: Karen Irmer "Dauerhaft flüchtig - Stilleswasser", 2022

Ulrich Egger

Ulrich Egger beschäftigt sich mit architektonischen Räumen, realen und imaginären Orten sowie Nicht-Orten. Seine künstlerische Arbeit entwickelt sich im Spannungsfeld zwischen Fotografie, Skulptur und Architektur. Die Erfahrung von Räumen wird in den künstlerischen Prozess integriert, sei es durch ihre Dokumentation mittels Fotografie oder durch ihre skulpturale Übersetzung. Auf diese Weise öffnet sich die Architektur einer neuen Interpretation, in der Spiegelungen und Lichtformen unsere Raumwahrnehmung trügerisch verformen und den Blick auf eine innere Dimension gewähren, in der das Bekannte verfremdet wird. In Eggers Skulpturen werden Teile von Fenstern, architektonischen Elementen und Baumaterialien zusammengefügt. Diese Assemblagen und Rekonstruktionen sind Versuche, der Beziehung zu Räumen einen emotionalen Charakter zu verleihen. Die Zeit hinterlässt ihre Spuren in der Architektur, durch die Nutzung der Menschen, die diese Häuser bewohnen. Der Künstler arbeitet daran, ein historisches Zeugnis der sensiblen Erfahrung von Räumen weiterzugeben.

Ulrich Egger (* 1959 in St. Valentin auf der Heide, Südtirol) studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Florenz und schloss sein Studium 1985 ab. Während seiner künstlerischen Karriere wurden seine Werke in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen im öffentlichen und privaten Raum gezeigt.

Abb.: Ulrich Egger "Casa Goldstein", 2012

Galerie

Bilder der Eröffnung am 22.10.2023

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